1. Vor der Montage die richtige Ausführung prüfen
Vergleiche Teilung, Treibgliedstärke beziehungsweise passende Nutbreite und Treibgliederzahl mit den Vorgaben deiner Schneidgarnitur. Auch die Kettenbauart muss für dein Gerät geeignet sein. Die Schwertlänge allein reicht zur eindeutigen Auswahl nicht aus.
Wenn eine neue Kette nicht montierbar ist, prüfe die Zuordnung und den Kettenspanner. Erzwinge die Montage nicht durch Ziehen Hebeln oder bearbeiten des Materials an der Sägekette
2. Führungsschiene, Kettenrad und Schmierung kontrollieren
Eine neue Kette gehört auf eine technisch einwandfreie Schneidgarnitur. Kontrolliere Schiene und Kettenrad auf Verschleiß sowie Schienennut und Ölzufuhr auf Verschmutzung. Ein stark verschlissenes Kettenrad kann den Verschleiß einer neuen Kette beschleunigen.
Verwende geeignetes Sägekettenhaftöl und stelle die Ölversorgung nach Geräteanleitung sicher. Bei Geräten mit manueller Schmierung musst du die vorgeschriebene Ölzugabe selbst übernehmen. Lass die Kette nicht trocken laufen.
3. Zum Start leichtgängig und ohne übermäßige Vorspannung einstellen
Stelle das Gerät ab und sichere es gegen unbeabsichtigtes Starten. Entferne bei Akkugeräten den Akku, ziehe bei Netzgeräten den Stecker und trage geeignete Schutzhandschuhe.
Unser YUKON-Praxistipp: Spanne die neue, nicht vorgelängte Kette zum Einlaufen nicht übermäßig stramm. Sie soll sich bei gelöster Kettenbremse leicht von Hand über die Schiene bewegen lassen und dabei sicher geführt bleiben. Bei üblichen Schneidgarnituren liegt die kalte Kette an der Schienenunterseite an. Halte immer die für dein Gerät vorgeschriebene Kettenspannung ein; „etwas lockerer“ bedeutet keine durchhängende Kette.
Eine übermäßig hohe Vorspannung ist kein Ersatz für das Nachspannen. Sie kann die Schneidgarnitur unnötig belasten und Reibung sowie Verschleiß begünstigen. Mit einer korrekt eingestellten, leichtgängigen Kette und ausreichender Schmierung gibst du deiner YUKON-Sägekette einen guten Start.
4. Schonend einlaufen lassen – dann passend zur Aufgabe belasten
Wir empfehlen, unsere YUKON-Sägeketten in den ersten Betriebsminuten mit geringer Schnittbelastung einlaufen zu lassen. Beginne mit leichten, gut kontrollierbaren Schnitten und vermeide zunächst schwere Schnittbedingungen, hohen Vorschubdruck und die volle Beanspruchung der Schneidgarnitur. Achte dabei auf eine zuverlässige Kettenschmierung.
Gemeint ist die Belastung im Schnitt. Die für dein Gerät vorgeschriebene Arbeitsdrehzahl bleibt maßgeblich; daraus folgt keine allgemeine Empfehlung, mit einer Benzinmotorsäge bei Halbgas zu schneiden.
Unterbrich die Arbeit nach wenigen Minuten – bei Lockerwerden auch früher – und kontrolliere die Kettenspannung am stillgesetzten, gegen Starten gesicherten Gerät. Spanne bei Bedarf nach Geräteanleitung nach. Warte damit nicht erst bis zum nächsten Tank- oder Akkuwechsel.
Wenn die Kette korrekt gespannt ist, die Schmierung funktioniert und keine Auffälligkeiten vorliegen, kannst du die Schnittbelastung schrittweise bis zur vorgesehenen Arbeitsbelastung steigern. Das anfängliche Setzen kann nach dem Einlaufen nachlassen; die Spannungskontrollen bleiben auch danach Teil der normalen Pflege. Eine feste Einlaufzeit garantiert nicht, dass keine weitere Längenänderung auftritt.
So wird aus dem ersten Einsatz eine einfache Pflegeroutine: leichtgängig einstellen, schonend beginnen, frühzeitig kontrollieren und anschließend aufgabenbezogen arbeiten.
5. Nach der Arbeit das Abkühlen berücksichtigen
Eine warm nachgespannte Kette zieht sich beim Abkühlen zusammen. Entspanne sie deshalb nach Geräteanleitung vor dem Abkühlen, damit sie nicht zu stramm wird. Prüfe die Spannung vor dem nächsten Einsatz erneut.